Gotthard Autobahnraststätte – ein archetypischer Zweckbau

Im Jahr 2018 wurde die neue Gotthard Raststätte in Fahrtrichtung Süd in Schattdorf fertiggestellt. Das Büro alp architektur lischer partner ag beantwortete einige Fragen dazu.
Zur Frage “Welches Material hat zum Erfolg des vollendeten Bauwerks beigetragen?” meinten Sie eindeutig Holz. Zu Gropius’ Zeit gab es am Bauhaus die Zeitschrift «Stein, Holz und Eisen». Dies sind aus Ihrer Sicht auch heute immer noch die wesentlichen Baumaterialien, welche Sie auch in der Raststätte eingesetzt haben. Als Materialien wurden vorwiegend Schweizer Weisstannenholz aus dem Napfgebiet und Beton mit lokalem Reusskies verwendet. Beides sind einfache und lokale Materialien, welche aber durch ihre Behandlung dem Bauwerk Langlebigkeit und eine grosse Wertigkeit geben.

Beitrag von swiss architects zum Nachlesen

Brückenschlag für die Wildtiere

Wo einst die A2 den Wildtierkorridor bei Neuenkirch unterbrochen hatte, gelangen Reh und Iltis seit dem Bau der neuen Wildtierüberführung wieder ans gegenüberliegende Waldstück.

In rund 30 Nächten montierte die Firma HUSNER AG Holzbau, CH-Frick die komplette Holzkonstruktion. Unser Team durfte die 90 Brettschichtholz-Träger herstellen, welche künftig die A2 mit je 3 Spuren in beide Fahrtrichtungen überspannen. Ein einzelner Träger ist 17.5 Meter lang, 72 Zentimeter breit und misst in der Höhe 1.24 Meter.

Dank der Vorfabrikation war die Bauzeit im Vergleich zur Massivbauweise kurz, so dass die Verkehrsbehinderungen auf ein Minimum reduziert werden konnten. Die klimafreundliche Bauweise mit Holz weist eine hervorragende Ökobilanz auf, denn das verwendete Holz (Eiche, Fichte, Tanne) ist in der Schweiz gewachsen und verarbeitet worden. Insgesamt hat HUSNER
für den Bau der Brücke 1’650 m³ Holz verbaut. Darin sind bemerkenswerte 1’518 Tonnen CO2 gebunden.

Quelle: Hauszeitung der HUSNER AG Holzbau

Getragen von Baubuche

Der grossvolumige neue Gebäudekörper der Schulanlage Kleine Kreuzzelg ist als dreigeschossiger Holzbau konzipiert. Stützen und Unterzüge aus Baubuche gliedern als Primärtragwerk das Schulhaus. Die schlichte und unaufgeregte Präsenz des neuen Baukörpers ist prägnant.

Für eine ruhige und konzentrierte Grundstimmung sorgen die sichtbaren, hölzernen Oberflächen der Stützen und Decken. «Baubuche setzt sich aus dünnen Schälfurnieren zusammen und ist steifer und fester als massives Nadelholz», so Marco Portmann, Projektverantwortlicher. Diese Hochleistungsträger ermöglichen mit filigraner Konstruktion grosse Spannweiten. Die Decken sind als Holz-Beton-Verbund- Element gebaut. In allen Schulräumen sind sie bis 9,5 Meter frei gespannt.

Quelle: Hauszeitung der HUSNER AG Holzbau

 

Der Holzbau – Podcast mit Bruno Abplanalp

Bruno Abplanalp ist ehemaliger Geschäftsführer und aktueller Verwaltungsratspräsident der neue Holzbau AG in Lungern. Im Holzbau-Podcast spricht er mit uns über die GSA-Technologie und die Organisation der Firma. Ausserdem verrät er uns, welches Ziel er noch verfolgt, bevor er seinen Ruhestand antritt.
Hier gehts zum Podcast.

Der erste Bankhauptsitz einer Schweizer Kantonalbank in Holz

Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) entschied sich beim Neubau ihres Hauptsitzes ganz bewusst für das Baumaterial Holz. Das Untergeschoss und der Erschliessungskern sind in Massivbauweise realisiert worden. Die fünf Geschosse über Terrain wurden in Holzbauweise erstellt. Das natürliche Baumaterial prägt auch den Innenausbau.

Unser Team durfte die Lieferung des Primärtragwerkes aus Eschenholz inkl. HBV Rippen und Verbindungstechnologie mit GSA machen. Dass ein Traditionsunternehmen beim Neubau seines Firmengebäudes auf den Rohstoff Holz setzt, freut uns ganz besonders.

Beitrag von PIRMIN JUNG Schweiz AG

Die neue Bibliothek des Magdalene College in Cambridge hat genug Ordentlichkeit für Pepys:

“Meine Freude liegt in der Ordentlichkeit von allem”, schrieb Samuel Pepys 1663 in sein Tagebuch, “und so kann ich mit nichts zufrieden sein, wenn es nicht sehr ordentlich ist.”
Er bezog sich damit unter anderem auf die sorgfältige Organisation seiner prächtigen Büchersammlung. Bis zu seinem Tod im Jahr 1703 hatte er 3.000 Bücher angehäuft, die er seiner Alma Mater, dem Magdalene College in Cambridge, vermachte, um sie in einem eigenen Gebäude mit seinem Namen über der Tür unterzubringen.

Das Gebäude, das der berühmte Tagebuchschreiber seiner Frau in Cambridge hinterlassen hatte, konnte nicht verändert werden. Also hat der Architekt Níall McLaughlin eine magische Lösung gefunden: Die neue Bibliothek des Magdalene College ist eine gelungene Neuinterpretation der Tradition, wirkt ruhig und zeitlos.

Es freut uns sehr, dass wir die Planung inkl. Lieferung vom ganzen Holz Tragwerk bei diesem bedeutsamen Neubau ausführen durften.

Beitrag: The Guardian vom 23.11.2021

Structural Timber Awards 2021

Eine Feier des nachhaltigen Bauens

Am 06. Oktober trafen sich die Fachleute des Baugewerbes zu dieser prestigeträchtigen Preisverleihung im National Conference Centre in Birmingham, um die architektonischen Leistungen und den technischen Einfallsreichtum im Holzbau zu feiern. Mit 16 Kategorien, fast 250 Bewerbern und über 60 Unternehmen, die in die engere Wahl kamen, hatte die Jury des Structural Timber Award eine nicht zu beneidende Aufgabe.
Aus diesem Grund freut es uns umso mehr, dass Eurban Construction, London in der Kategorie “Installer of the year” gewonnen hat beim gemeinsamen Objekt Magdalene College, Cambridge.

Bauträume aus Schweizer Holz

Bauen mit Holz entspricht dem Zeitgeist. Wird Holz verbrannt, setzt es nur so viel CO2 frei, wie es während des Wachstums aufgenommen hat. Wird mit Holz gebaut, bleibt das CO2 gebunden. Und dass Holzbauten sprichwörtlich in den Himmel wachsen können, zeigt sich an diversen Grossprojekten, an denen in Lungern gearbeitet wird. Sogar Hochhäuser, Brücken und Tennishallen erhalten hier ihre massgeschneiderten Elemente.

Der ganze Bericht der Schweizer Illustrierten hier zum Nachlesen.

FOX BROTHERS sind an der Swiss Epic 2021

Vom Dienstag, 17. August bis am Samstag, 21. August wird unser Verkäufer Christian Fuchs zusammen mit seinem Bruder Markus ihr 4. gemeinsames Swiss Epic bestreiten. Die Strecke führt über fünf Tage von St. Moritz nach Valposchiavo, von wo die Teilnehmerteams über den Scalettapass nach Davos fahren werden. Mit insgesamt 327 Kilometern und 11‘000 Höhenmetern werden die Zweierteams neben der notwendigen Fitness auch eine gehörige Portion an Konzentration und technischen Fähigkeiten an den Tag legen müssen, um auch im Jahr 2021 die Alpen erobern zu können. Als Sponsor der FOX Brothers sind wir gespannt auf das Ergebnis und die Eindrücke der beiden Teilnehmer.

Der Wettkampf kann über den Livetracker verfolgt werden.

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Fazit nach der Halbzeit:
Die Fähigkeiten wurden schon einige Male auf Probe gestellt. Starker Wind, steile Anstiege, etliche Höhenmeter und lange Abfahrten gehören zum Tagesprogramm. Dann kommt am Donnerstag noch ein plattes Hinterrad dazu. Das Problem konnte jedoch schnell gelöst werden und so sind die FOX Brothers nach dem 3. Tag immer noch an 7. Stelle bei den Masters.

Schlussfazit:
Die letzte Etappe hatte es nochmals in sich.. steile Abstiege in Schluchten und nicht weniger steile Anstiege für den Schlussabschnitt. Das diesjährige SwissEpic war technisch sehr anspruchsvoll, mit einem extrem starken Teilnehmerfeld. Als Gesamtachte nach rund 20.40h Fahrzeit beenden die FOX Brothers bei der Gruppe Masters den Wettkampf. Das Wichtigste ist aber immer noch, dass sie zufrieden und unfallfrei nach Hause zurückzukehren konnten. Wir wünschen an dieser Stelle gute Erholung!

Präzision bis auf den letzten Millimeter

Beim Holzkraftwerk Basel 1 wurde das grösste Fachwerk verbaut, das je aus Schweizer Buche hergestellt wurde. Die über 36 Meter langen Einzelstücke von Fagus Suisse SA dienen nicht nur als Tragelement, sondern auch als Front einer Aufstockung. Das Holz wird hier auf Zug und Druck beansprucht, der Paradedisziplin des starken Buchenholzes.

Das in Basel eingesetzte Fachwerk ist eine Spezialanfertigung, die ihresgleichen sucht. Gefertigt auf der modernen Anlage von Fagus Suisse SA im jurassischen Les Breuleux, verliessen die viele Meter langen Binder aus Stabbuche das Werk, um bei der neuen Holzbau AG im obwaldnerischen Lungern, die über eine grosse Erfahrung in der Verarbeitung von Laubholz verfügt, zu einem Fachwerk zusammen gebaut zu werden.

Bericht Holzrevue 7/8-2021